Initialberatung Klimaschutz im Landkreis Wittenberg

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Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert Einstiegsberatungen in den kommunalen Klimaschutz für Kommunen, die am Anfang ihrer Klimaschutzaktivitäten stehen. Sei haben somit die Möglichkeit, durch eine umfassende Einstiegsberatung durch externe Dienstleister konkrete Hinweise für Klimaschutzaktivitäten in ihrer Kommune zu erhalten.

Da der Landkreis Wittenberg seine Städte bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Klimaschutz- und Energiepolitik wirksamer unterstützen möchte, wurde ein entsprechender Förderantrag für die Einstiegsberatung beim Projektträger Jülich eingereicht. Nach der Bewilligung für den Förderzeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 wurde Udo Schmermer der Firma KlimaKommunal aus Berlin mit der Beratung beauftragt.

Die bisherigen Klimaschutzaktivitäten der Städte und des Landkreises zeigen eine differenzierte Ausgangslage. Einige Städte, wie Gräfenhainichen und die Lutherstadt Wittenberg, die aktuell mehrere Klimaschutzteilkonzepte erstellt, können bereits eine lange Tradition und viele Projekte im Themenbereich Energie und Klimaschutz vorweisen und einige Städte haben - meist bedingt durch die Haushaltslage - bisher erst weniger Aktivitäten vorzuweisen.

Bereits im Jahr 2008 war der Landkreis Wittenberg Initiator eines Wettbewerbsbeitrages zur Bioenergie-Region in der Mitte Ostdeutschlands (BINGO). Damit wurden erste wichtige Grundlagen für die Organisation und strukturellen Voraussetzungen des erforderlichen Transformationsprozesses geschaffen und die langfristige Zielsetzung der „100%-Region“ erstmalig definiert.

Eine Studie „Potenziale und Handlungsfelder für eine nachhaltige Energieversorgung im Landkreis Wittenberg“ von der Reiner Lemoine Institut gGmbH Berlin stellt zum ersten Mal die Energieerzeugungspotenziale und die Verbrauchsstrukturen für den gesamten Landkreis dar. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass der Landkreis Wittenberg bereits heute mehr als 70 Prozent seines Stromverbrauchs unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit selbst erzeugen könnte.

Aufbauend auf diesen Konzepten und bereits umgesetzter Aktivitäten wurde die Einstiegsberatung genutzt, um einen Förderantrag im Programm „Masterplan 100 % Klimaschutz“ zu entwickeln.

Das Vorhaben 100 % Klimaschutz im Jahr 2050 im Landkreis Wittenberg bedeutet, dass dann keine fossilen Energieträger mehr für Heizung, für Beleuchtung, für Mobilität und das sowohl in den privaten Haushalten, im Handel und Dienstleistungssektor, aber auch in der Industrie eingesetzt werden. Diese „Dekarbonisierung“ meint, dass die heutigen fossilen Energierohstoffe dann fast ausschließlich Ausgangsstoffe der chemischen Industrie sein werden und die Treibhausgasemissionen in allen Bereichen auf ein Minimum begrenzen.

Am 22. Juni 2015 hat der Kreistag beschlossen, sich an dem Programm „Masterplan 100 % Klimaschutz“ zu beteiligen. Sofern der Antrag erfolgreich ist, können ab Mitte 2016 ein Masterplanmanager bzw. -managerin eingestellt und ein "Masterplan 100 % Klimaschutz" aufgestellt werden.

Damit kann das Ziel, die Städte bei ihren Klimaschutzaktivitäten durch die Schaffung von Strukturen und personellen Ressourcen, durch den Aufbau von Knowhow und den Wissenstransfer, die Vernetzung der Akteure sowie die koordinierte Umsetzung von Maßnahmen und Projekten zu unterstützen, optimal umgesetzt werden.

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