Das Schulgebäude wurde von 1886 bis 1888 erbaut. Der Entwurf stammt von Franz Schwechten, einem sehr bekannten Architekten der Kaiserzeit. Das Gebäude ist ein dreigeschossiger Klinkerbau mit einem hochgelegenen Souterrain und einem unausgebauten Dachgeschoss mit einem mittig gelegenen Treppenhaus und zwei Hauptflügeln. Mit der Ausführung der Planung ist das Architekturbüro Schwarz & Sturmat aus Halle beauftragt worden.  Nach Fertigstellung werden 300 Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 11 und 12 in den Räumlichkeiten beschult werden.

Die äußere Gestaltung folgt der bauzeitlichen Fassung ohne Außendämmung. Nur in wenigen Bereichen ist eine Innenwanddämmung vorgesehen. Die Klinker werden saniert, gereinigt und neu verfugt.

Bei dem Gebäude gibt es einen außerordentlich hohen Fensteranteil in der Fassade. Dabei wurde besonderer Wert auf die energetische Verbesserung durch eine Dreifachverglasung bzw. den Einbau von Kastenfenstern mit einem geringen Wärmedurchgangskoeffizienten gelegt. Die bauzeitlichen Fenster im Aula- und teilweise im Flurbereich sowie die Außentüren und Vordächer werden aufgearbeitet oder nach historischer Form ergänzt. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz erhält das Dach wieder eine Schieferdeckung. Zwei 2 Gauben werden ergänzt, um die notwendigen Öffnungen für die neue Lüftungsanlage zu erhalten. Das Dachgeschoss wird in der Kehlbalkenebene und über allen funktionalen Bereichen des zweiten Obergeschosses gedämmt. Unter der Kehlbalkenebene befindet sich nach der Sanierung der neue Technikbereich der Lüftungsanlage und die Heizungsverteilung.

Die Bodenplatte wird komplett erneuert und erhält einen neuen Aufbau mit Dämmung.

Die Funktionsräume wie Klassenräume, Lehrerzimmer, Büros und WC-Anlagen werden von Grund auf modernisiert. Es werden 14 große (54 bzw. 60 m²) Fach- und allgemeine Unterrichtsräume mit Vorbereitungsräumen im Gebäude Platz finden.

Die Flurbereiche sollen in ihrer Originalgröße und Form beibehalten bleiben. Die notwendigen Brandabschnitte werden durch grazile, moderne Ganzglaselemente gegliedert. Die Innentüren werden aufgearbeitet und brandschutztechnisch angepasst. Die Aula wird in ihrer Bestandsstruktur belassen. Allerdings werden die sichtbaren Holzkonstruktionen der Decke und Wand, welche durch Holzschädlinge in Mitleidenschaft gezogen wurden, ausgetauscht bzw. aufgearbeitet.

Die eigentliche energetische Verbesserung wird durch den Einsatz einer neuen Heizungsanlage und der Zwangslüftung mit Wärmerückgewinnung erreicht.

Sämtliche technische Installationen im Gebäude (Strom, Wasser, Datennetz etc.) werden erneuert.

Zur barrierefreien Erschließung erfolgt der Einbau eines Aufzuges und eines Behinderten-WC.  Außerdem wurde in der Planung auf eine kontrastreiche und taktile Gestaltung geachtet, im Rahmen der denkmalpflegerischen Belange. Die akustischen Maßnahmen an Wand- und Deckenbereichen sind nicht nur der allgemeinen Verbesserung des Standards dienlich, sondern wirken sich positiv auf Menschen mit Hörbehinderung aus.

 

 

 

 

 

 

Turnhalle

Die neue Heizzentrale wird im Bereich der Turnhalle Platz finden und wird sowohl die Turnhalle als auch das Schulgebäude mit Wärme versorgen.

Für den Bereich der Turnhalle sieht die energetische und grundhafte Sanierung des Gebäudes in Beachtung der denkmalpflegerischen Belange im Wesentlichen folgende Maßnahmen vor: 

- Die Außenwände werden mit einer Dämmung auf der Innenseite bis zum Niveau des Fußbodens versehen.

- Die Fenster und Türen werden zum größten Teil erneuert, so dass die thermische Hülle optimaler gestaltet ist.

- Der obere thermische Abschluss der Turnhalle erfolgt über die Decke.

- Ebenso muss die Deckenkonstruktion statisch ertüchtigt werden.

- Sämtliche technische Installationen werden erneuert.

- Auch ist eine vollständige barrierefreie Erschließung in dem eingeschossigen Baukörper vorgesehen.

 

Außenanlagen

Die Außenanlagen sind nicht Gegenstand des Förderantrages, lediglich die technischen Anlagen finden Berücksichtigung.

Die Außenanlagen sind in Anlehnung einer parkähnlichen Gestaltung errichtet worden und sollen den ursprünglichen Charakter wieder erhalten. Im hinteren Bereich des Grundstücks sind die Parkplätze für Lehrer und Schüler angeordnet sowie eine zusätzliche Zufahrt zum Grundstück. Da die Haupterschließung des Schulgebäudes hofseitig erfolgt, werden auch die Fahrradstellplätze hier angeordnet.

Raumordnung, Regionalentwicklung

Überregionale Radwege im Landkreis Wittenberg

Diese Radwege durchqueren den Landkreis Wittenberg. Sie führen dabei nicht nur durch reizvolle schöne Landschaften, sondern laden auch zum Besuch der vielfältigen ...

Kontakt

Landkreis Wittenberg
Breitscheidstraße 3
06886 Lutherstadt Wittenberg

Postfach: 100251
06872 Lutherstadt Wittenberg

Öffnungszeiten

Besucheradressen

 

Ausschreibungen