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Wappen + Geschichte

Wappen

Beschreibung: 

zwei rote Schwerter gekreuzt auf Schwarz über Silber geteiltem Schild

 

Historische Bedeutung:

Die gekreuzten Schwerter stellten das Würdezeichen der Erzmarschälle des Heiligen Römischen Reiches dar. Dieses Amt war den Kurfürsten von Sachsen vorbehalten, die für eine über vierhundertjährige gemeinsame Verwaltungsgeschichte der Gebiete um Wittenberg, Jessen und Gräfenhainichen stehen. Dem Landkreis Wittenberg wurde das Wappen erstmals durch Erlass des preußischen Staatsministeriums vom 28.02.1939 verliehen. Seit 1990 fand das Wappen erneute Anwendung für den Landkreis Wittenberg. Im Zuge der Kreis- und Gebietsreformen 1994 und 2007 entschied sich der Kreistag jeweils für die Weiterführung des Wappens.

Verwaltungsgeschichte des Landkreises Wittenberg (Auszug)

  • Die Entstehung von Verwaltungsbezirken, Fürstentümern und Ämtern im Mittelalter

    Einrichtung von Verwaltungsbezirken im 10. Jahrhundert
  • Wettiner, Groitzscher und Askanier 11. – 15. Jahrhundert (gemeinsame Landesfürsten waren die Askanier Albrecht I, der Bär 1138-1142 für Sachsen und 1160-1170 auch für Anhalt sowie der Askanier Bernhard III von Sachsen - verst. 1212)
  • 1212 entsteht das Fürstentum Anhalt, das 1252 in die Gebiete Anhalt - Aschersleben, Anhalt - Bernburg, Anhalt - Köthen und Anhalt - Zerbst geteilt wird
  • 1296 Teilung Sachsens in die Herzogtümer Sachsen-Wittenberg und Sachsen-Lauenburg
  • 14. Jahrhundert - Einteilung der sächsischen Gebiete in Ämter
  • Ämter auf dem Gebiet des heutigen Territoriums des Landkreises Wittenberg:
    • Kreisamt Wittenberg
    • Amt Schweinitz
    • Amt Seyda
    • Amt Annaburg
    • Amt Pretzsch
    • Amt Gräfenhainichen
    • Amt Bitterfeld
  • 1423 kommt Sachsen-Wittenberg endgültig an das Haus Wettin (der letzte Askanier, Albrecht III verstirbt 1422 kinderlos)
  • 1547 Einteilung des Kurfürstentums Sachsen in Kreise 
    Im Territorium des heutigen Landkreises Wittenberg wird der „Kurkreis“ Wittenberg – ab 1807 „Wittenbergischer Kreis“ - eingerichtet.

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Der Übergang von Sachsen zu Preußen und die Einteilung in Kreise in den Jahren 1815/1816

Bildung der Regierungsbezirke
Einteilung in landrätliche Kreise

  • Bitterfelder Kreis
  • Torgauer Kreis
  • Wittenberger Kreis
  • Schweinitzer Kreis

Nach mehreren Teilungen entsteht 1570 erneut ein vereinigtes Fürstentum Anhalt/ Herzogtum Anhalt

  • 1603 Teilung des Fürstentums Anhalt in die Gebiete Anhalt - Dessau, Anhalt - Bernburg, Anhalt -Köthen, Anhalt Plötzkau, Anhalt - Zerbst
  • 1797 Zerbster Teilung - Aufteilung des Anhalt - Zerbster Stammlandes auf Anhalt - Dessau, Anhalt -Köthen und Anhalt - Bernburg, werden 1806 von Napoleon I. zu Herzogtümern erhoben
  • 1863 nach Erlöschen der Linien Köthen (1847) und Bernburg (1863) Vereinigung der Gebiete zum Herzogtum Anhalt als konstitutionelle Monarchie, gleichzeitig erfolgt die Einteilung in Kreise
  • Kreise auf dem Gebiet des heutigen Territoriums des Landkreises Wittenberg:
    Kreis Dessau (u. a. Gemeinden des heutigen „Wörlitzer Winkels“)
    Kreis Zerbst (u. a. Gemeinden der heutigen Verwaltungsgemeinschaft „Coswig (Anhalt)“)
  • 1871 Beitritt zum Norddeutschen Bund – souveräner Bundesstaat im Deutschen Reich
  • 1918-1934 Freistaat Anhalt (1932 Zusammenschluss der Kreise Dessau und Köthen zum Kreis Dessau -Köthen
  • 1934 Land Anhalt
  • 1945 Zusammenschluss Land Anhalt mit der preußischen Provinz Sachsen zur Provinz Sachsen-Anhalt (die staatsrechtlich als Land galt)
  • 1947 Gesetz zur Wiedereinführung der Länder (Bildung des Landes Sachsen-Anhalt – Kreise Wittenberg, Gräfenhainichen, Köthen, Roßlau; Bildung des Landes Brandenburg – Kreis Jessen)

Verwaltungsgliederung von 1952 bis 1990

  • 1952 Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaues und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der DDR – Aufteilung der Länder in Bezirke
  • 1990 Gesetz zur Wiedereinführung der Länder (Bezirke Halle – Land Sachsen-Anhalt, Bezirk Cottbus – Land Brandenburg)
  • Bildung der Landkreise Wittenberg, Gräfenhainichen, Jessen, Roßlau
    Bürgerbefragung im Landkreis Jessen für die Landeszugehörigkeit (Entscheidung für Sachsen-Anhalt)

Bildung von Verwaltungsgemeinschaften (VGem.) im Landkreis Wittenberg 1992 – 1994-

  • Im Landkreis WittenbergVGem. „Bad Schmiedeberg“, VGem. „Elbaue-Heiderand“, VGem. „Kemberg“, VGem. „Mühlengrund“, VGem. „Südfläming“, VGem. „Zahna“
  • im Landkreis Gräfenhainichen
    VGem. „Bergwitzsee“, VGem. „Oranienbaum“, VGem. „Tor zur Dübener Heide, VGem. „Wörlitzer Winkel“, VGem. „Zschornewitz-Möhlau“
  • im Landkreis Jessen
    VGem. „Annaburg“, VGem. „Elster-Seyda-Klöden“, VGem. „Heideck-Prettin“, VGem. „Holzdorf“, VGem. „Jessen“ (diese wurde nach den Eingemeindungen der Mitgliedsgemeinden aufgelöst und bildet seither nur noch die Stadt Jessen (Elster)
  • im Landkreis Rosslau
    VGem. „Coswig (Anhalt)“, VGem. „Rosseltal“ (außer Rodleben und Brambach)

Kreisgebietsreform 1994

  • Bildung des neuen Landkreises Wittenberg aus den Landkreisen Wittenberg und Jessen sowie Teilen des Landkreises Gräfenhainichen
  • Bildung des Landkreises Anhalt - Zerbst durch Zusammenlegung der Landkreise Zerbst und Rosslau mit Teilen des Landkreises Gräfenhainichen
  • Gründung der Verwaltungsgemeinschaften „Oranienbaum“ und „Wörlitzer Winkel“, die sich zum 01. 01. 2005 zur Verwaltungsgemeinschaft „Wörlitzer Winkel“ zusammenschlossen (Landkreis Anhalt -Zerbst)

Gebiets- und Funktionalreform 2004/ 2005

  • Zusammenschluss der Verwaltungsgemeinschaften
    im Landkreis Wittenberg
    „Annaburg“ und „Heideck-Prettin“ zur VGem. „Annaburg-Prettin“
    „Bad Schmiedeberg“ und „Elbaue-Heiderand“ zur VGem. „Kurregion Elbe-Heideland“
    „Bergwitzsee“ und „Kemberg“ zur VGem. „Kemberg“
    „Elster-Seyda-Klöden“, „Mühlengrund“, „Südfläming“, „Zahna“ zur VGem. „Elbaue Fläming“
    „Zschornewitz-Möhlau“ ist 2004 der VGem. „Tor zur Dübener Heide“ beigetreten.
  • im Landkreis Anhalt-Zerbst (Teil der jetzt zum Landkreis Wittenberg gehört)
    „Coswig (Anhalt)“ und „Rosseltal“ (außer Rodleben und Brambach) zur VGem. „Coswig (Anhalt)
    „Oranienbaum“ und „Wörlitzer Winkel“ zur VGem. „Wörlitzer Winkel“

Kreisgebietsreform 2007

  • Bildung des neuen Landkreises Wittenberg aus dem Landkreis Wittenberg und den Verwaltungsgemeinschaften „Wörlitzer Winkel“ und „Coswig(Anhalt)“ des ehemaligen Landkreises Anhalt-Zerbst

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  • Sachsen-Anhalt


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